{"id":1219,"date":"2026-05-06T10:44:24","date_gmt":"2026-05-06T08:44:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/?p=1219"},"modified":"2026-05-06T10:44:24","modified_gmt":"2026-05-06T08:44:24","slug":"frueher-kollege-heute-immer-noch-expertin-und-dazu-jetzt-auch-operative-fuehrungskraft-zeit-sich-mit-organisationen-zu-beschaeftigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/frueher-kollege-heute-immer-noch-expertin-und-dazu-jetzt-auch-operative-fuehrungskraft-zeit-sich-mit-organisationen-zu-beschaeftigen\/","title":{"rendered":"Fr\u00fcher Kollege, heute immer noch Expertin, und dazu jetzt auch operative F\u00fchrungskraft &#8211;  Zeit, sich mit Organisationen zu besch\u00e4ftigen"},"content":{"rendered":"<p>&#8212; CHATBOT_CONTENT &#8212;<\/p>\n<p>AUSZUG<br \/>\nIn den letzten beiden Jahren hatte ich die Chance, einige Workshops mit F\u00fchrungsteams begleiten zu d\u00fcrfen, in denen die \u00fcberwiegende Mehrheit der anwesenden ExpertInnen aus dieser Funktion heraus in die Teamleitung gewechselt hat. Fast alle diese operativen F\u00fchrungskr\u00e4fte waren dar\u00fcber hinaus auch sehr lange im Unternehmen.<br \/>\nWas f\u00fcr ein Pfund! Egal, welche Entwicklung das gemeinsame Denken im Workshop genommen hat, die Details zu Themen und Akteuren waren ad hoc verf\u00fcgbar, alle im Raum kannten den relevanten Kontext und die Hintergr\u00fcnde.<br \/>\nAllein: Es fehlte am Blick auf die Organisation.<br \/>\nAls Facilitatorin sehe ich meine Aufgabe darin, die Br\u00fccke zwischen der professionellen Identit\u00e4t der Workshopteilnehmenden als ExpertInnen einerseits und ihrer Aufgabe als SystemgestalterInnen zu bauen. Welche meiner Angebote haben funktioniert, welche nicht?<br \/>\nDer Einfachheit halber unterscheidet man zwischen der Arbeit im System (das ist die Aufgabe aller ExpertInnen, vom Techniker im Atomkraftwerk bis zum Agent im Call Center) und der Arbeit am System, welche in den allermeisten Unternehmen haupts\u00e4chlich von F\u00fchrungskr\u00e4ften und mandatierten Organisations-SpezialistInnen geleistet wird.<\/p>\n<p>INHALT<br \/>\nIch beginne damit, was aus meiner Erfahrung nicht funktioniert. Provokativ gesagt:<br \/>\nDer Versuch, sich aus der ExpertInnenperspektive heraus an die Arbeit am System zu machen, ist zum Scheitern verurteilt.<br \/>\nUm nicht missverstanden zu werden: Es ist absolut hilfreich, wenn bei der Erarbeitung eines neuen Target Operating Model f\u00fcr die Chirurgische Station eines Krankenhauses jemand dabei ist, der oder die schon einmal eine k\u00fcnstliche H\u00fcfte eingesetzt hat. Aber die Perspektive auf eine Operation ist nicht unbedingt dieselbe wie bei der Frage, wie ein medizinisch und kaufm\u00e4nnisch gut funktionierender Klinikbetrieb heute aussehen soll. Wer jetzt lacht, darf sich mit mir gerne austauschen, wieviel H\u00fcft-OPs ich bei organisatorischen Problemen schon abmoderieren musste&#8230;<br \/>\nWas also sind praktikable Br\u00fccken, \u00fcber die es ExpertInnen leicht f\u00e4llt zu gehen, wenn es um organisatorische Fragen geht?<br \/>\nNach meiner Erfahrung helfen Modelle, welche an der allt\u00e4glichen Arbeit im System andocken. Dabei arbeite ich gerne mit Mintzberg*. Die von ihm dargestellten vier idealtypischen Organisationsformen The Personal Enterprise \u2013 The Programmed Machine \u2013 The Professional Assembly \u2013 The Project Pioneer sind f\u00fcr ExpertInnen gut nachvollziehbar. Die Einordnung des eigenen Systems f\u00e4llt ihnen leicht, und die darauf aufbauende Analyse der Vorteile und Herausforderungen der eigenen Organisation aufgrund ihrer Position im Raster stabil\/dynamisch bzw. zentral\/dezentral ist dann ein Selbstl\u00e4ufer.<br \/>\nExpertInnen-F\u00fchrungskr\u00e4fte kennen ihre Organisation. Es fehlt ihnen manchmal nur das Handwerkszeug, um dieses System zu gestalten.<br \/>\nNach der Analyse kommt die Frage nach dem WIE. Hier gehe ich bei Bedarf aus meiner rein facilitativen Rolle heraus, um den gelernten Ruf nach \u201emehr Personal\u201c um weitere Optionen zu erg\u00e4nzen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist dabei das Andocken an dem, was die ExpertInnen-F\u00fchrungskr\u00e4fte zuvor als ihren organisatorischen Idealtypus identifiziert haben:<br \/>\nWenn ich zum Beispiel mehr Agilit\u00e4t in eine klassische Professional Assembly Organisation bringen m\u00f6chte, dann ist die Dezentralit\u00e4t das verbindende Organisationsprinzip.<br \/>\nDie von mir vorgeschlagenen organisatorischen Weiterentwicklungen sind in jedem Fall ein Angebot. Die ExpertInnen im Raum wissen die Wahrscheinlichkeit, welcher meiner Vorschl\u00e4ge in ihrem System funktioniert, sehr genau einzusch\u00e4tzen. Dass sie auf einem guten Weg sind, merke ich daran, dass mein Vorschlag von ihnen optimiert wird. #transformatioNpractice<br \/>\n*Quelle:<br \/>\nHenry Mintzberg: Understanding Organizations &#8230; Finally! (2023)<\/p>\n<p>&#8212; END_CHATBOT_CONTENT &#8212;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8212; CHATBOT_CONTENT &#8212; AUSZUG In den letzten beiden Jahren hatte ich die Chance, einige Workshops mit F\u00fchrungsteams begleiten zu d\u00fcrfen, in denen die \u00fcberwiegende Mehrheit der anwesenden ExpertInnen aus dieser Funktion heraus in die Teamleitung gewechselt hat. Fast alle diese operativen F\u00fchrungskr\u00e4fte waren dar\u00fcber hinaus auch sehr lange im Unternehmen. Was f\u00fcr ein Pfund! 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