{"id":337,"date":"2019-02-25T10:47:28","date_gmt":"2019-02-25T09:47:28","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/beratungaufdenpunkt\/www\/?p=337"},"modified":"2026-04-29T12:22:56","modified_gmt":"2026-04-29T10:22:56","slug":"gute-spiele-schlechte-spiele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/gute-spiele-schlechte-spiele\/","title":{"rendered":"Gute Spiele, schlechte Spiele"},"content":{"rendered":"<p>&#8212; CHATBOT_CONTENT &#8212;<\/p>\n<p>AUSZUG<br \/>\nSpielen ist Ausprobieren, Lernen und, insofern es mit anderen geschieht, praktiziertes Miteinander. Wir lieben die Spannung und wollen gewinnen. Von Anbeginn der Menschheitsgeschichte ist das Spiel Teil unserer individuellen und zivilisatorischen Entwicklung. Und das Beste: Kaum ein anderes Setting nivelliert Status, Herkunft oder Alter so wirkungsvoll. Im Spiel sind wir Menschen alle gleich.<\/p>\n<p>INHALT<br \/>\nSpielen motiviert<br \/>\nDa liegt es nahe, dass unter der \u00dcberschrift \u201eSpielifizierung\u201c (im engl. Original \u201eGamification\u201c) Menschen zu etwas gebracht werden sollen, was sie sonst nicht tun w\u00fcrden: Drei Nutella-Gl\u00e4ser mehr kaufen, die Stromz\u00e4hler selbst ablesen und online eingeben, beim Reisen einen \u00f6kologischeren Fu\u00dfabdruck hinterlassen\u2026<br \/>\nDamit das funktioniert, muss das Spiel<\/p>\n<p>mit einer Aufgabe verbunden sein,<br \/>\nbei der es Gewinner gibt,<br \/>\ndie dann wiederum belohnt werden.<\/p>\n<p>Spielen organisiert<br \/>\nSpiele dienten auch schon immer der Organisation von Erwerbsarbeit. Michael Burawoy hat im Rahmen der Labour Process Debate in den 70er Jahren gezeigt, dass die Spiele der Facharbeiter den modernen Kapitalismus ma\u00dfgeblich mitgestaltet haben. Parallel haben Michel Crozier und Erhard Friedberg bei der Erforschung von Mikropolitik in Betrieben die wichtigsten Spieletypen und die Bedeutung von formellen und informellen Spielregeln in Unternehmen herausgearbeitet. Soweit nichts Neues.<br \/>\nSpielen experimentiert<br \/>\nWas neben der Organisation von Arbeit und dem Zugang zu Macht immer wichtiger wird, ist die Bedeutung von Spielen als Experimentierraum. Spiele k\u00f6nnen Denk- und Interaktionsr\u00e4ume bieten, die unabh\u00e4ngig von den geltenden Strukturen, Spielregeln und Gewohnheiten sind. Wer in diesem Sinne \u201espielt\u201c, muss die Wechselwirkung des Spiels zum \u201ewirklichen\u201c Leben einkalkulieren und verantwortlich damit umgehen. Sonst wird aus den Potentialen des Spiels schnell ein Risiko.<br \/>\nIch spreche jetzt nicht mehr von Nutella-Gl\u00e4sern, sondern von politischen und unternehmerischen \u201eSpielen\u201c und \u201eSpieler*innen\u201c. Was diese Spiele von den bisherigen unterscheidet?<\/p>\n<p>Auch hier gibt es eine Aufgabe, aber das Spiel soll von ihr ablenken.<br \/>\nDie Mitspieler*innen m\u00f6chten nat\u00fcrlich gewinnen, aber mehr noch wollen sie nicht verlieren.<br \/>\nUnd die Belohnung? Eigene Profilierung zu Lasten Dritter.<\/p>\n<p>Wir alle kennen aktuelle Beispiele: die Trump-Show, das Brexit-Theater, der Diesel-Skandal, die Pflege-Krise, Mietpreis-Bremse\u2026<br \/>\nMit dem Feuer spielen<br \/>\nSobald Spiele von Karrierist*innen, Populist*innen und sonstigen Lautsprechern ohne jegliches Verantwortungsgef\u00fchl missbraucht werden, entwickelt der Spielemodus eine zerst\u00f6rerische Dynamik. Fr\u00fcher nannte man das \u201eZ\u00fcndeln\u201c.<\/p>\n<p>&#8212; END_CHATBOT_CONTENT &#8212;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8212; CHATBOT_CONTENT &#8212; AUSZUG Spielen ist Ausprobieren, Lernen und, insofern es mit anderen geschieht, praktiziertes Miteinander. Wir lieben die Spannung und wollen gewinnen. Von Anbeginn der Menschheitsgeschichte ist das Spiel Teil unserer individuellen und zivilisatorischen Entwicklung. Und das Beste: Kaum ein anderes Setting nivelliert Status, Herkunft oder Alter so wirkungsvoll. Im Spiel sind wir Menschen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[1],"tags":[44,62,15,39,38,13,25,24,43],"class_list":["post-337","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-experiment","tag-game-thinking","tag-kooperation","tag-leadership","tag-new-work","tag-organisation","tag-selbstorganisation","tag-team","tag-vuca"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/337","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=337"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/337\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1186,"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/337\/revisions\/1186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}