{"id":694,"date":"2019-09-04T11:22:15","date_gmt":"2019-09-04T09:22:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/?p=694"},"modified":"2026-04-29T12:22:16","modified_gmt":"2026-04-29T10:22:16","slug":"die-gute-organisation-gibt-es-nicht-von-der-stange","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/die-gute-organisation-gibt-es-nicht-von-der-stange\/","title":{"rendered":"Die gute Organisation gibt es nicht von der Stange"},"content":{"rendered":"<p>&#8212; CHATBOT_CONTENT &#8212;<\/p>\n<p>AUSZUG<br \/>\nJeder hat sie, egal ob Gro\u00dfbetrieb, Beh\u00f6rde, Verein oder Start-Up. Aber sehr wenige nehmen sie als Werkzeug zu mehr Spa\u00df und Erfolg wirklich ernst. Die Rede ist von der Organisation. Die formalen Kooperations-Strukturen folgen dem, was schon immer da war, was machtpolitisch verhandelt wurde, oder was \u201eman\u201c gerade haben muss. Die informellen Strukturen bleiben unangetastet und dominieren, was passiert und ob \u00fcberhaupt was passiert. Dabei kristallisiert sich in der Organisationsstruktur die zentrale Frage: Mit welchen Ressourcen und Prozessen wird das gew\u00fcnschte Ziel erreicht \u2013 zur Zufriedenheit von Kund*innen, Mitarbeitenden und Gesch\u00e4ftszahlen.<\/p>\n<p>INHALT<br \/>\nDabei gibt es sp\u00e4testens seit Frederick Winslow Taylors \u201ewissenschaftlicher Betriebsf\u00fchrung\u201c im 19. Jahrhundert ausreichend dokumentierte Empirie: Arbeitsteilung vs. Integration von Arbeitsschritten, Zentralisierung vs. Dezentralisierung von Funktionen, vielen Outsourcings folgt wieder ein Insourcing, Matrixorganisation, Projektorganisation, Netzwerkorganisation etc. Heute nat\u00fcrlich super agil.<br \/>\nGrunds\u00e4tzliches vorab:<\/p>\n<p>Die perfekte Organisation, sie gibt es nicht;<br \/>\nDie fertige Organisation auch nicht.<\/p>\n<p>Organisation ist also eine Daueraufgabe, und die ist \u00fcbrigens nicht in Organisationsabteilungen angesiedelt, sondern geh\u00f6rt dorthin, wo die Verantwortung f\u00fcr das Ergebnis des t\u00e4glichen Miteinanders liegt. In klassischen Organisationen gibt es daf\u00fcr die Rolle der F\u00fchrungskr\u00e4fte, in selbstorganisierten Kooperationsmodellen muss diese Aufgabe rein ins Team.<br \/>\nIch sehe nun wahlweise die weit aufgerissenen Augen des Erschreckens (\u201eUm was sollen wir uns denn noch alles k\u00fcmmern!\u201c) oder das unterdr\u00fcckte G\u00e4hnen (\u201eUnser letztes Prozesshandbuch liegt mit 180 Seiten verstaubt in der Schublade\u2026\u201c) aller derjenigen, die keine Lust auf dieses Thema haben, es aber implizit tun: Unverdrossen und mit viel Aufwand f\u00fchren sie ERP Systeme ein (cloudbasiert oder nicht), lassen ihre Mitarbeiter*innen in den Gro\u00dfraum umziehen (mit Tischkicker nat\u00fcrlich), um danach gleich die Mediatorin buchen zu m\u00fcssen oder stopfen ihren Kalender mit unendlichen Besprechungen voll, bei denen nicht viel herauskommt. Man kann nicht nicht organisieren.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nOrganisation heute macht nicht am Betriebstor halt<br \/>\nOrganisationen sollten die Infrastruktur der Zusammenarbeit bilden ohne dabei zum \u201est\u00e4hlernen Geh\u00e4use der B\u00fcrokratie\u201c nach Max Weber zu werden. In Zeiten digitaler Kollaborationsplattformen kann jeder wissen, welche Information er und sie wo finden kann und bereitstellen muss. Kommunikation findet nicht mehr im stillen K\u00e4mmerlein, sondern in der f\u00fcr das jeweilige Thema relevanten \u00d6ffentlichkeit statt, die immer h\u00e4ufiger \u00fcber die Organisationsgrenzen hinausgeht. Plattformen mit echtem Mehrwert ersparen uns so manche Verwaltungsvorschrift.<br \/>\nBeispiel gef\u00e4llig? https:\/\/chemondis.com\/ Dieser Marktplatz f\u00fcr chemische Produkte wird von Lanxess betrieben, auch mit Produkten der Konkurrenz.<br \/>\nOrganisation heute denkt \u00fcber die eigenen Mitarbeiter*innen hinaus<br \/>\nOrganisationsstrukturen schaffen Orientierung, ganz ohne abgeschlossene Funktionsboxen. Das ist notwendig, wenn viele \u00fcber den ganzen Erdball zusammenarbeiten, gerade in unseren schnelllebigen Zeiten. Statt wildem Aktionismus schafft postheroisches Management die Voraussetzungen f\u00fcr interdisziplin\u00e4re, kompetenzbasierte Zusammenarbeit.<br \/>\nBeispiel gef\u00e4llig? https:\/\/www.brightsolutions.de\/ Diese Full-Service Digitalagentur setzt voll auf virtuelle Teams aus Freelancer Experten.<br \/>\nOrganisation heute setzt auf Herz, Kopf und Arme aller Beteiligten<br \/>\nGute Organisation schafft Raum f\u00fcr das, was wir m\u00f6gen: Erfolg. Genau wie Handlungsroutinen m\u00fcssen auch Organisationen immer wieder auf den Pr\u00fcfstand. Wenn die St\u00f6rungen zunehmen, wenn sich Anforderungen \u00e4ndern, wenn neue Akteure an Bord kommen \u2013 alles Anl\u00e4sse, mal wieder auf die Organisation zu schauen.\u00a0 Dabei geht es meist nicht um die Jagd nach dem gro\u00dfen wei\u00dfen Elefanten, sondern um kleine, aber relevante \u00c4nderungen. Beispiel gef\u00e4llig? https:\/\/fabnhsstuff.net\/about-us\u00a0 Im National Health Service Gro\u00dfbritanniens arbeiten rund 300.000 Menschen an der Verbesserung der Patientenversorgung.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDie menschliche F\u00e4higkeit zur flexiblen Kooperation mit vielen, auch fremden anderen Menschen ist ein echter Gl\u00fccksfall der Evolution. Und sie hat viele Gesichter. Vor der schnellen Einf\u00fchrung neuer Organisationsmoden lohnt sich ein Blick \u00fcber den Tellerrand und in den Spiegel. Dann kann es eine gute Idee sein, Cluster, Tribes oder Scrum Teams einzuf\u00fchren. Aber bitte nicht andersherum. Egal ob in Gro\u00dfbetrieb, Beh\u00f6rde, Verein oder Start-Up.<\/p>\n<p>&#8212; END_CHATBOT_CONTENT &#8212;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8212; CHATBOT_CONTENT &#8212; AUSZUG Jeder hat sie, egal ob Gro\u00dfbetrieb, Beh\u00f6rde, Verein oder Start-Up. Aber sehr wenige nehmen sie als Werkzeug zu mehr Spa\u00df und Erfolg wirklich ernst. Die Rede ist von der Organisation. Die formalen Kooperations-Strukturen folgen dem, was schon immer da war, was machtpolitisch verhandelt wurde, oder was \u201eman\u201c gerade haben muss. 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