{"id":745,"date":"2020-03-05T10:45:53","date_gmt":"2020-03-05T09:45:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/?p=745"},"modified":"2026-04-29T12:21:38","modified_gmt":"2026-04-29T10:21:38","slug":"change-sprints-oder-eigentlich-koennen-wir-alle-veraenderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beratungaufdenpunkt.de\/en\/change-sprints-oder-eigentlich-koennen-wir-alle-veraenderung\/","title":{"rendered":"Change Sprints oder: Eigentlich <br>k\u00f6nnen wir alle Ver\u00e4nderung!"},"content":{"rendered":"<p>&#8212; CHATBOT_CONTENT &#8212;<\/p>\n<p>AUSZUG<br \/>\nEigentlich. Uneigentlich haben viele Organisationen mehr Kompetenz in der Abwehr von Ver\u00e4nderungsanforderungen als im Umgang mit ihnen. Die dadurch viel zu gro\u00dfe Halde nicht angegangener Ver\u00e4nderungen ist eine Ursache, warum viele Organisationen heute mit Ver\u00e4nderungen nicht mehr weiterkommen. Sie brauchen tiefgreifende Transformationen.<br \/>\nEine L\u00f6sung f\u00fcr Organisationen, die noch erfolgreich sind, aber erkennen, dass Ver\u00e4nderungskompetenzen Dreh- und Angelpunkt ihrer Zukunft sein werden, hei\u00dft: Change Sprints.<\/p>\n<p>INHALT<br \/>\nDas Konzept der Change Sprints geht zur\u00fcck auf Jake Knapp. Inspiriert von seiner Mitarbeit bei Google und Google Ventures \u00fcbersetzt er die Grunds\u00e4tze des Design Thinking in einen einw\u00f6chigen Probleml\u00f6sungsprozess, der in seinem gemeinsam mit John Zeratsky, Braden Kowitz und Almuth Braun geschriebenen Buch dargestellt wird. Das Potential des Change Sprints ist aus meiner Erfahrung enorm. Organisations- und Personalentwicklung gehen einher mit der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur \u2013 und alles komplett selbst gesteuert. Wie das geht?<\/p>\n<p>Schritt: Das Management schaut in den Spiegel, ehrlich<\/p>\n<p>Wer dabei die folgenden Ph\u00e4nomene wahrnimmt: operative Hektik ohne Ende, st\u00e4ndige Feuerwehreins\u00e4tze, endlose Ver\u00e4nderungsprojekte, die immer gestartet, aber nie zu Ende gebracht werden, sollte Schritt 2 machen.<\/p>\n<p>Schritt: Das Management sortiert sich, nicht alles ist komplex<\/p>\n<p>Es gibt Narrative (auch im Management), die helfen und es gibt solche, die von der Arbeit ablenken. Wem die Begr\u00fcndung \u201eKomplexit\u00e4t\u201c geh\u00e4uft begegnet \u2013 sei es als eigene Entschuldigung oder Erkl\u00e4rung von anderen, die nicht liefern k\u00f6nnen, weil alles ja mit allem zusammenh\u00e4ngt, dem kann es helfen, alle akuten Problemstellungen in das CYNEFIN Modell zu sortieren.<br \/>\nWenn dabei jede Menge Items in der Dom\u00e4ne \u201esimpel\u201c auftauchen, dann empfehle ich die Arbeit mit gro\u00dfen Gruppen, um herauszufinden, was die Kolleg*innen daran hindert, bew\u00e4hrte Ver\u00e4nderungspraktiken weiter anzuwenden.<br \/>\nF\u00fcr Items in der Dom\u00e4ne \u201ekompliziert\u201c haben sich Appreciative Inquiry-Ans\u00e4tze bew\u00e4hrt, denn es gibt bereits L\u00f6sungen, so dass es nun darum geht herauszuarbeiten, was zu tun ist, um im Alltag mehr davon zu bekommen.<br \/>\nItems aus der Dom\u00e4ne \u201ekomplex\u201c sind nun diejenigen, um die es im Change Sprint geht. Sollte es hier Nennungen geben, geht\u2018s weiter zu Schritt 3.<\/p>\n<p>Schritt: Das Management erm\u00f6glicht ein Anpassungssystem, das selbst gesteuert neben dem Leistungssystem herl\u00e4uft und dieses ver\u00e4ndern wird<\/p>\n<p>Erm\u00f6glichung, Selbststeuerung bzw. Anpassungssystem und Leistungssystem sind die Begrifflichkeiten, um die es hier geht.<br \/>\nErm\u00f6glichung hei\u00dft, organisatorische Andockpunkte zu den vorhandenen Steuerungsprozessen zu gestalten. Change Sprints k\u00f6nnen im Rahmen bereits vorhandener innerbetrieblicher Innovation ablaufen, als Strategieprozess, Weiterbildungsformat oder auch im Rahmen von Transformationen. Change Sprints brauchen Ressourcen und R\u00fcckendeckung. Wichtig ist, dass die Ergebnisse aus Change Sprints gewollt sind und implementiert werden.<br \/>\nSelbststeuerung bedeutet, dass nach der Auftragskl\u00e4rung (Was ist das Thema des Change Sprints?) das Top Management keinen Einfluss mehr auf die Entscheidungen im Prozess hat. Diese kommen allein aus dem Team. Dies erfordert Vertrauen und Zutrauen und damit Loslassen der Auftraggeber, damit die Teilnehmer*innen das leben und gestalten, was f\u00fcr das Handling komplexer Fragestellungen erforderlich ist:<\/p>\n<p>Zuh\u00f6ren statt Bescheid zu wissen,<br \/>\nOut of the box-Denken im interdisziplin\u00e4ren Team,<br \/>\nCo-Creation auf Basis verl\u00e4sslicher, individueller Beitr\u00e4ge,<br \/>\nEnd to end-Verantwortlichkeit von der Idee \u00fcber die Realisierung des Prototypen bis zum Testen.<\/p>\n<p>Was es mit Anpassungs- und Leistungssystem auf sich hat? Im Leistungssystem wird allt\u00e4glich das produziert, was den Zweck der Organisation ausmacht \u2013 Krankenh\u00e4user behandeln Kranke, Maschinenbauer konstruieren und bauen Anlagen, die Betreiber von Rechenzentren sorgen daf\u00fcr, dass die versprochene Datenverarbeitungsleistung verf\u00fcgbar ist. Unter VUCA*-Bedingungen m\u00fcsste das Leistungssystem st\u00e4ndig angepasst werden. Organisationen, die in den letzten Jahren gegr\u00fcndet wurden, haben ihre gesamte Wertsch\u00f6pfung schon so organisiert, dass Ver\u00e4nderungen bei laufendem Betrieb erfolgen k\u00f6nnen. Ein Beispiel, das jeder kennt, ist Spotify.<br \/>\nBei industriell organisierter Fertigung ist die Pilotierung der Ver\u00e4nderung au\u00dferhalb der Leistungserbringung schlicht billiger und besser zu handhaben. Konsequent ist die L\u00f6sung der \u00fcber 100-j\u00e4hrigen MAHLE GmbH, die f\u00fcr die Innovationen aus ihrer Belegschaft ein Programm mit unternehmenseigenem Venture Capital betreibt.<br \/>\nBevor jetzt alle sein wollen wir Spotify oder auch wie MAHLE \u2013 Achtung: Anpassungssysteme der einen Organisation m\u00fcssen in der anderen nicht automatisch funktionieren. Und genau deshalb ist er so sinnvoll, der Change Sprint. F\u00fchrungskr\u00e4fte und Mitarbeiter*innen lernen Ver\u00e4nderung und erkunden dabei den Modus des Anpassungssystems, der zu ihnen passt. Agiles Mindset, Design Thinking oder auch Liberating Structures als neue Arbeitsmethoden werden niederschwellig eingef\u00fchrt und angewendet. Und ganz nebenbei wird ein Problem gel\u00f6st, das in den letzten Jahren liegen geblieben ist.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n*<br \/>\nVUCA steht f\u00fcr Volatilit\u00e4t, Unsicherheit, Komplexit\u00e4t und Ambiguit\u00e4t (= Mehrdeutigkeit) und kennzeichnet die Rahmenbedingungen in unserer multilateralen Welt.<\/p>\n<p>&#8212; END_CHATBOT_CONTENT &#8212;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8212; CHATBOT_CONTENT &#8212; AUSZUG Eigentlich. Uneigentlich haben viele Organisationen mehr Kompetenz in der Abwehr von Ver\u00e4nderungsanforderungen als im Umgang mit ihnen. Die dadurch viel zu gro\u00dfe Halde nicht angegangener Ver\u00e4nderungen ist eine Ursache, warum viele Organisationen heute mit Ver\u00e4nderungen nicht mehr weiterkommen. Sie brauchen tiefgreifende Transformationen. 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