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Was bringt das Ende der fossilen Energiequellen?

Gabriele Wittendorfer

Energie ist sicher nicht die einzige Perspektive, aus der man auf die Entwicklung der menschlichen Zivilisation schauen kann, aber eine interessante.

Als unsere Vorfahren gelernt hatten, das Feuer zu nutzen, konnten sie Pflanzen und Tiere besser verdauen und sich besser gegen Raubtiere verteidigen. Die Sterblichkeit sank, die Familienverbände wurden größer.

Als wir Dank der Erfindung von Mühlen die Wasserkraft einsetzen konnten, war nicht nur die Zerkleinerung von Nahrung im großen Stil möglich – man denke an Mehl und Öl. Darüber hinaus konnte mit den Schmiedehämmern und Blasbälgen die Metallverarbeitung und damit die Werkzeugherstellung aufblühen. Mit besseren Werkzeugen wurde die Landwirtschaft immer ertragreicher und die Menschen auf Dauer zu Siedlern, aus gutem Grund meist an Gewässern. Später wurde Wasser mittels Turbinen zu einer wichtigen Quelle der Stromerzeugung und ist dies bis heute, ebenso der Wind.

Ohne Dampfmaschinen und Verbrennungsmotoren wäre die Industrialisierung nicht denkbar gewesen – Kohle, Öl und Gas machten uns zu dem, was wir heute sind: Nutzer*innen von elektrischen Zahnbürsten und Akku-Schraubern, Bediener*innen von Apps und Anlagen, Träger*innen von Joggingschuhen und Fahrradhelmen und letztlich zu Reisenden auf dem Land, übers Wasser und in der Luft.

Mit dem Einsatz der Atomenergie haben wir das letzte Mal versucht, uns aus der fatalen Abhängigkeit von endlichen Ressourcen zu befreien. Wie wir heute wissen, haben wir uns dabei überschätzt. Weder die Frage der Endlagerung noch der Umgang mit Störungen ist geklärt, bis heute. Meine Position ist eindeutig: Wer eine Energiequelle für die Zukunft sucht, ist gut beraten, nicht auf eine zu setzen, die diese Zukunft mit einem einzigen GAU beenden kann.

Auch das Prinzip „Augen zu und durch“, das hinter der weiteren Ausbeutung der letzten fossilen Ressourcen steht, sollte nicht mit der Lösung unserer Energiefrage verwechselt werden. Wir brauchen im Gegenteil ein beherztes „Augen auf“, um Tabus zu erkennen und Möglichkeiten zu sehen:

Dies sind nur drei Beispiele von vielen, und weitere werden folgen.

Aber nur, wenn wir uns darauf einlassen, dass das fossile Zeitalter der Menschheit sich dem Ende nähert.

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